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Strohmeier Rosé Schaumwein

SFr.25.00

Rote Äpfel, Waldbeeren und etwas Pflaume in der Nase. Am Gaumen dann eindeutig die Hefenoten der traditionellen Flaschengärung. Trockener als zunächst vermutet, elegante Frucht – nichts Klebrig-Zuckriges. Der nächste Schluck bringt ihn uns noch näher, verdeutlicht Komplexität, Tiefe und diese zeitlose Eleganz, die man sonst nur zu nordost-französischen Preisen findet.

Strohmeier, Österreich, Südsteiermark
Traubensorte: Blauer Wildbaches
Böden: Stainzer Plattengneis, humoser Oberboden
Hinzugefügter Schwefel: -
Handlese. Traditionelle Flaschengärung

Was Naturwein bedeutet:
''Wie unterscheidet sich denn dann Naturwein von „biologischem” oder „biodynamischem” Wein? Alexandre Bain, der einzige Naturweinproduzent in der AOC Pouilly Fumé sagt: „Biologisch und biodynamisch sind die Werkzeuge, Natur ist die Philosophie.“
Heutzutage kommen in Europa diese Werkzeuge zwar oft im Weinberg zum Einsatz, aber nicht in den Kellern. Naturweinhersteller hingegen weiten diese Philosophie eben auch auf den Keller aus und sind sehr viel strenger in Bezug auf das, was zulässig ist und was nicht.
Es geht ihnen um möglichst wenig Intervention im Keller. So gibt es zum Beispiel keine Korrektur des Zucker- oder Säuregehalts, keinen Zusatz von Hefen und keine Mostkonzentration in einem feuchten Jahr. Sie sind so, wie von der Natur vorgesehen: ehrliche Vertreter eines Fleckens Erde in einem bestimmten Jahr.
Noch richten biologische und biodynamische Zertifizierungsbehörden ihr Augenmerk eher auf den Einsatz von synthetischen Dünge- und Spritzmitteln im Weinberg als auf Zusätze im Weinkeller.
So erlaubt zum Beispiel der britische Zweig des Biozertifizierungsverbands Demeter die Zugabe von konventionellen Hefen, um den Gärungsprozess in Gang zu bringen.
Das ist ein klares Tabu in Naturweinkreisen. Stattdessen müssen alle Komponenten, die benötigt werden, um den Gärvorgang zu starten und zu beenden und um einem Wein Ausgewogenheit und Komplexität zu verleihen, aus dem Weinberg selbst kommen.
Nicolas Joly von La Coulée de Serrant drückt dies so aus: „Um sich Null Technologie im Keller erlauben zu können, muss man im Weinberg ein Künstler sein.“
Nur das umstrittene Schwefeldioxid (SO2) wird von einigen Naturweinwinzern zugesetzt. Die EU-Gesetzgebung schreibt Sulfit-Grenzwerte von 150mg/l für Rotwein, 200mg/l für trockenen Weißwein und 400mg/l für Süßwein vor.
Bio- und biodynamische Zertifizierungsverbände sind ein wenig strenger. Naturwein aber unterliegt den strengsten Regelungen von allen, und die meisten Hersteller bleiben (laut Association des Vins Naturels) unter 30mg/l bei Rotwein, 40mg/l bei Weißwein und 80mg/l bei Süßwein. Einige Weinbauern setzen gar kein Schwefeldioxid zu.
Verfechter von Naturwein behaupten, dass sich der Verzicht auf Zusätze als Segen für Weintrinker erweisen könnte, da Erfahrungsberichte nahelegen, dass Naturwein weniger unerwünschte Nebenwirkungen hat als sein konventionelles Pendant.''